Der Dampfhammer von unserem Toaster aka Richards

Es ist Weihnachten. Das Fest der Liebe. Für die Starbase könnte es aber sehr leicht das Fest der Hiebe werden, denn eine weiter Mission ist vorbei und die Helden haben sich wieder mehr oder weniger geschickt angestellt. Was sie dabei erlebt haben, das kommt nun unter den WEIHNACHTSHAMMER!


Mission „Die neue Enterprise“ oder „Buddeln im Schrott“

In den letzten Missionen hat es die Starbase und ihre mehr oder… ne halt: ihre weniger kompetente Besatzung in die Zukunft geschleudert. Kurz darauf haben sie einen plötzlichen Erstkontakt mit fremden Lebewesen und versemmeln den mit altbekannter Trotteligkeit natürlich wieder vollständig. Jetzt sitzt man also in der Zukunft rum, kennt keine Sau (weil man natürlich wieder vergessen hat im Inter-Subraum-net dieser Zeit einen Account im Facebook anzulegen) und weiß nicht wohin.
In dem Moment empfangen die dauernd tauben Ohren der Base (auch Funkempfänger genannt) ein Signal aus Richtung Ba’ku, das sich nach Föderation anhört. Und weil die Menschen sowieso dauernd neugierig sind, werden wieder mal die Pferde gesattelt. Leider ist die USS Horizon ja in der Vergangenheit zurück geblieben, also müssen Sternenflottenleute diesmal lieb Bittebitte sagen um auf dem Kriegsvögelchen der Romulaner mitfliegen zu dürfen. Und wie immer nimmt der Captain seine besten Leute mit (also die, die es am besten versauen können) und lässt zuhause das Licht an. Ich warte nur darauf, dass mal jemand die Initiative ergreift und sich ins gemachte Nest setzt. Aber da haben die Dummen ja immer Glück.
Man erreicht also Ba’ku. Und hier stellt sich heraus, dass auch die Spitzohren genauso blind sind, wie ihre Sternenflotten-Kollegen. Sie sehen nämlich genauso wenig, was das Signal ausgeschickt hat. Angeblich sind es die Kelbonitvorkommen, aber das könnt ihr meiner Großmutter erzählen (Oder könntet Ihr, wenn sie noch leben würde)!
Also schickt man wieder mal Außenteams hinunter, die genau nachschauen sollen, was da unten los ist. Neugierig sind die nicht, oder? Nöööööööööööööööööööööö!
Das eine Team geschart um die Meisterin der blitzenden Hand, Sori Gabra beamt direkt zur Quelle der Signale und entdeckt... Die Enterprise! Na supi! Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Auftauchen dieses Schiffes. Aber davon später mehr. Zuvor machen sich die Techniker daran, wieder Energie zu bekommen. Auf die Idee mit dem Hauptschalter kommt keiner oder? Ne, man muss ja unbedingt im Schlamm wühlen und die neue Photovoltaik-Anlage ausprobieren um dann endlich Hackerangriffe machen können. Ha-lo? Das ist ein Sternenflottenschiff... quasi die eigenen Leute. Die hackt man nicht. Die geben ihre Infos freiwillig raus. Aber bitte, das kapiert von denen ja sowieso keiner.
Inzwischen landet das andere Team um Base-Rudelchef Katche im alten Ba’ku-Dorf. Nur um festzustellen dass keiner Zuhause ist. Sagt mal was macht ihr? Das hättet ihr auch von oben sehen können. Die Rhamana hat sicher gute Teleskop... ach ne, die Romulaner sind genauso blind. Die sehen nix.
Nachdem also die Abwesenheit der Ba’ku festgestellt wurde, beschließt also Katche, diese im Gebirge zu suchen. Eins muss man ihm lassen: hartnäckig isser. Die Frage ist, warum in den letzten 300 Jahren noch niemand auf diese Idee gekommen ist. Waren alle, die nach den Ba’ku gesucht haben etwa zu intelligent für diese Möglichkeit? Wir werden es nicht erfahren.
Und ausgerechnet die Blindfische von der Resolution schaffen das, was seit 300 Jahren keiner geschafft hat: Sie finden die Ba’ku auch noch. Glückspilze noch und nöcher!
Und unter den Ba’ku findet man auch noch einen alten Bekannten aus alten Zeiten: Wedge Antilles: Ja, Unkraut vergeht einfach nicht so leicht. Der Sternenflotten-Uropa kann also den Jungspunden erzählen, was passiert ist seit er noch jung war. Da er aber selbst schon kräftig unter Alzheimer leidet tischt er Katche und Co eine deftige Geschichte auf. Also wirklich: Spezies 8472 als Insekten, die plündernd und mordend herumziehen? Wie soll so was passieren? Das kann doch nur uralten Opas oder ST-Rollenspielern einfallen *duck und vorsichtig umschau*. Wahrscheinlich ist die Sternenflotte endlich mal an der eigenen Inkompetenz zugrunde gegangen. Zeit wäre es gewesen.
Am nächsten Morgen machen sich dann die Pseudohelden mit zwei ehemaligen Technikern und dem senilen Opa zum Wrack der Enterprise auf. Unterwegs trifft man sich mit den Insekten, die man nach einigen lieben Worten zum Umkehren auffordern kann. Ja was ist denn mit den Sternenflottenleuten los? Sind die krank? Sonst sind die doch bekannt dass sie nach Jimmy-Kirk-Manier erst Schießen und dann die Fragen vergessen. Aber hier haben sie Samthandschuhe an? Ich brauch mal das Thermometer!
Wie auch immer: Die Gruppen treffen sich wieder an der Enterprise und wollen dann das Schiff wieder zusammensetzen. Aber vorher kommen noch mal die Insekten und wollen ein bisschen Spaß haben: Von zwei Seiten schwärmen sie aus: Am Boden gegen die Enterprise und im Orbit gegen Oberspitzohr Melok und sein Vögelchen. Wir wissen wie es ausgehen sollte und wie es dann doch ausgeht: Sie sollten eigentlich endlich mal vernichtet werden und überleben es doch wieder. Immer wieder derselbe Sch****!
Und wie immer schon vorausgesehen schaffen diese Pseudohelden auch noch die Enterprise in den Orbit zu bringen. Aber wie erwartet brauchen sie viel länger als mein Vorzeige-Techniker Scotty. Traurig traurig! Lernen tut ihr nichts.

Als nächstes habe ich mal wieder einige besondere Szenen:

Eine Legende kommt immer wieder
Von so vielen Schiffen, die unter dem Wappen der Sternenflotte fliegen ist es ausgerechnet wieder mal eine Enterprise die aufgefunden wird. Wie kommt so was? Die Enterprise kann doch nicht überall genau da sein, wo ein Schiff in exponierter Position gebraucht wird? Egal ob als Wrack, als Erwähnung einer Heldentat oder als Unterstützung. Oder vergibt die Sternenflotte den Namen mittlerweile mehrfach, damit auch auf jeden Fall eine Enterprise dort ist wo es knallt.

Vergangenheit trifft Zukunftstech
Dass die Techniker bereits ein seltsames Verhältnis zu Technologien anderer Zeitepochen hat ist uns ja bereits aus der 1985-Mission bekannt: Damals konnten die Leute gar nichts mit der „antiken“ Technologie anfangen, obwohl das doch zum Grundwissen gehören sollte. Jetzt treffen diese Techniklegastheniker auf die Technologie der Zukunft die der aktuellen Technik um 300 (In Worten: dreihundert) Jahre voraus sein sollte. Und was passiert? Nach einer kurzen Einarbeitungszeit kommen sie damit klar! Was läuft da falsch? Ich vermute mal in den letzten 300 Jahren hat sich nicht viel technisch weiter entwickelt oder sogar zurückentwickelt. Beides ist kein gutes Zeugnis für die Sternenflotte und lässt mich auch nicht mehr wundern, warum es die Insekten so leicht mit denen hatten.

Krasse Gegensätze von Frieden und Overkill
Manchmal verwirren mich die Leute von der Starbase irgendwie. Zuerst überraschen sie mich mit einem relativen Softie-Vorgehen gegen die Insekten (wo sie im Normalfall bereits die Waffen abgefeuert hätten) und nur ein, zwei Stunden später ist nicht mal mehr ein schwerer Plasmawerfer genug Feuerpower. Dann muss es gleich noch ein Bombardement aus dem Orbit sein. Könnt ihr euch endlich mal entscheiden? Was wollt ihr denn? Maoam? Ist aus.

Fazit:
Eine ziemliche 08-15 Rettungsmission und in meinen Augen eine lahme Ausrede um ein neues Schiff abzustauben. Es war zwar nicht viel Vorhersehbar aber auch nichts neues drin.

Note 3-

(Die Noten repräsentieren, wie schwer ich es habe, alle Missstände herauszuklopfen und werden von 1 bis 5 vergeben. Damit ist 5 aber eher eine Anzeige für eine wasserdichte Vorstellung, da ich dann wirklich Probleme hatte, etwas zu finden)

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