Der Dampfhammer von unserem Toaster aka Richards

Die selbe Situation wie nach jeder Mission: Gerade ist die Handlung fertig gekaut, die Helden haben sich mit Mühe und Not aus Problemen herausgekämpft die sie selbst verschuldet haben und mein Job fängt erst an. Also her mit der Missionschronik und AB IN DIE HAMMERKAMMER.


Mission: "A(ny)way Team" oder "Unter Teufeln"

Wir hatten ja bereits festgestellt, dass die Besatzungsmitglieder und Offiziere der Starbase Resolution Meister im Erfinden von Ausreden sind um sich vor Verantwortung zu drücken. Da verfolgt man ein Flüchtiges Schiff für einen Planetenurlaub oder simuliert Strahlenschäden für einmal Krank auf Quartier (was dann sicher ins Holodeck verlegt wird). Aber hier haben wir einmal das Meisterstück dieser Arbeitsverweigerungskönige: Man nehme einen Geheimdienstoffizier der unter dem Vorwand einer Spezialmission einmal alle Führungsoffiziere mitnimmt. Na gut nicht ganz alle, aber wir wollen ja schließlich noch jemanden haben, der zu Hause auf das Chaos aufpasst und damit nicht schon wieder andere Leute mit angeschaltetem Licht getäuscht werden müssen. Sowas geht nämlich auf die Stromrechnung.
Also verlässt eine Truppe um Commander „Blitzihand“ Gabra die Base um im Eilflug nach Pollus IX aufzubrechen wo bereits ein anderes Geheimdienst-Team in Action ist. Und wie es der Zufall so will sind diese Agenten ebenfalls solche Anfänger wie die Jungs und Mädels von der Base, denn einer der beiden schafft es auch noch, sich schnappen zu lassen. Ich frage mich wirklich wie verblödet die Geheimdienst-Chefs sein müssen um solche Anfänger auf Mission zu schicken. Aber gut, die Leute von der Base sind auch nicht grade die beste Wahl des Geheimdienstes. Eher das Gegenteil. Typisch Sternenflottenschlafanzugträger. Oder ist das Absicht von Commander Styles, dass er die Feinde im Dunkeln mit so viel Inkompetenz ablenken will damit er eine weitere Gruppe einschleusen kann? Aber anscheinend doch nicht.
Na gut, die Retter der Aktion werden also nach Pollus abgeworfen. Nach einigen Fettnäpfchen und seltsamen Kontakten mit pollusianischer Kultur nimmt man also Kontakt mit dem übrig gebliebenen Agenten auf, welcher sich als alter Bekannter entpuppt. Niemand anders als Ex-Nummer 1 und Basegaul Wedge Antilles ist auf Pollus im Einsatz. Irgendwie glaube ich, dass diese Mission noch stärker den Bach runter gehen wird als andere.
Man trifft sich also und macht, was Sternenflotte am besten kann: Besprechung. Einfach keine Männer und Frauen der Tat. Und wie immer wird nur das Offensichtliche herausgestellt: Ziel ist es, die andere Agentin zu finden und herauszufinden, was Romulaner oder Remaner oder sonst wer planen. Ich bilde mir ein, das wurde schon vom Einsatzleiter Styles herausgehoben. Na gut, diese Leute finden ja bekanntlich nicht mal den Heuhaufen in dem man ne Nadel suchen muss.
Während also eine Gruppe im Umfeld der anderen Agentin Nachforschungen anstellt, schleicht sich die andere beim örtlichen Energielieferanten P-on ein. Na, ist ihnen auch eine Namensähnlichkeit mit einem Energieerzeuger auf der Erde der aktuellen Zeit aufgefallen? Zufälle gibt es nicht wahr? NICHT WAHR?
Natürlich lassen beide Teams bei ihren Nachforschungen keinen noch so gut versteckten Fettnapf aus und bewegen sich genauso unauffällig wie ein Klingone im Blutrausch. Klar, dass sich eine Reporterin an die Fersen der Pseudo-Helden heftet. Aber die hat auch nicht gerade die Weisheit mit den Löffeln gefressen anders lässt sich nicht erklären, dass man sie auch noch erwischt. Meine Fresse diese Sternenflottenjungs und –mädels müssen Dummheit und Inkompetenz ja ausstrahlen und andere damit infizieren!
Aber gut, es geht weiter im Takt. Während am nächsten Morgen eine Gruppe mit dem Pferd zum Freifliegen reitet und eine andere Gruppe im Pressegebäude schnüffelt, schaut sich die dritte in der Stadt um, als plötzlich ein Erdbeben ein mittleres Chaos auslöst. Und auch wenn diese Leute es abstreiten werden: Ich weiß, dass die Sternenflottenleute es waren. Ich weiß zwar nicht wie, aber wenn es Chaos gibt, können es nur die gewesen sein. Hundert Pro! Und dann sind die auch noch so blöd und können einen Vulkanier nicht von einem Romulaner unterscheiden und halten doch glatt einen Kollegen für einen Gegner. Blind wie immer diese Leute. Und überraschen lassen sie sich von dem dann auch noch! Oh mein Gott! Wir werden alle sterben!
Das Team der Freiflugbruchpiloten stellt sich zuerst wider erwarten recht gut an. Aber plötzlich geht dann auf einem Rundflug auch noch einer verloren! Und die anderen können ihn nicht mehr finden. Wieso fällt mir nur das Wort „Blindfische“ ein? Wahrscheinlich weil es zutrifft.
Man trifft sich also wieder im Pferdestall und plant diesmal, die ganze Anlage einfach hoch gehen zu lassen. Endlich nutzen diese Jungs mal ihre Fähigkeiten richtig! Also macht man mal die eine oder andere Explosion und dann rein da! Und wie das immer so ist werden sie mal wieder entdeckt. War das nicht vorhersehbar? Also schnell die Beine in die Hand und schnell raus. Nur irgendwie kriegen diese Tagschläfer nicht mal das mehr hin und Styles muss eingreifen und alle raus beamen. Nicht mal ordentlich fliehen können die!
Natürlich sind die Base-Pseudo-Helden nach der Aktion ordentlich beleidigt, dass sie sich haben helfen lassen müssen und wollen nicht mehr weiter machen. Nach der Übermäßigen Anstrengung will man sich also wieder vor der Arbeit drücken. Sollen das doch andere beenden. Keine Verantwortung die Leute!

Aber gut, kommen halt wieder einige speziell auffällige Szenen:

Who is the enemy?
Tja, unsere Hellsichtblindfische tappen ja lange genug im Dunkeln wer der Feind sein soll. Sagt mal checken die es nicht? Es wurde schon im Vorfeld von Romulanern gefaselt also liegt es nahe, dass der Gegner im Umfeld des Spitzohrimperiums zu suchen ist. Und dann kommen die bis zum Ende nicht drauf dasses Remaner sind. Solche Vollpfosten! Mich überrascht nicht das sie dann auch noch überrascht sind.

Geschwister
Ein besonderes Exemplar der Gattung Schnellchecker ist auch Tiberius Atai, der Sicherheitsoffizier, der nur an der Mission teilnimmt, damit er erfährt, was aus seiner Schwester geworden ist. Und dabei übersieht er den riesigen Zaunpfahl, mit dem Styles vor seinem Gesicht herumwedelt. Denn es ist doch so was von vorhersehbar: Wenn schon geheimnisvolle Andeutungen auf verschwundene Verwandte macht, tauchen sie kurz danach in der Handlung auf. Mann Mann Mann! Aber gut, Sicherheitsleute sind nicht dafür bekannt dass sie schnell merken. Und so ist es nur für den Sicherheitsmann überraschend, als er seine Schwester im Gefängnis der Remaner wieder trifft. Meine Fresse, der sollte einfach mal sein Hirn einschalten.

Fazit:
Wie vieles anderes gibt es das Szenario der Infiltritation einer Prä-Warp-Zivilisation auch schon zuhauf. Und so ist es für mich auch nicht verwunderlich, wenn es sich bei dieser Mission auch wieder nur um Einheitsbrei handelt. Schade eigentlich.

Note 3

(Die Noten repräsentieren, wie schwer ich es habe, alle Missstände herauszuklopfen und werden von 1 bis 5 vergeben. Damit ist 5 aber eher eine Anzeige für eine wasserdichte Vorstellung, da ich dann wirklich Probleme hatte, etwas zu finden)

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