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Der Dampfhammer von unserem Toaster aka Richards |
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Sooooo, ihr lieben. Die Mission um die Zeitreise der USS Horizon haben wir auch endlich überstanden. Und was kommt nach einer Mission? Genau: DER HAMMER! Mission: "Griff in die Geschichte" oder: "Weltkrieg leicht gemacht" Jo holerö und Willkommen zum Dampfhammer. Am Ende der letzten Hämmerei haben wir ja unsere Möchtegernhelden beobachten können, wie sie weniger durch können, sondern mehr durch pures Glück die Übernahme der Base verhindert haben und dem bösen Darth Nakamuro doch noch die Flucht gelang. Wegen diesem Entengrab (aber nur süßsauer) werden auch gleich einmal die Leute zur Erde gerufen, die sich auf der Basis für am wichtigsten halten. Es geht darum, gegen Nakamuro und seine Schandtaten eine Gerichtsverhandlung abzuhalten. Das ist doch mal wieder typisch Föderation: Keinen Schuldigen haben, aber es braucht ja alles seine Ordnung.Also wird das Baseschiff ausgekramt und man dampft los. Und was jetzt kommt, war doch vorhersehbar: Der Weltraum ist ja eigentlich riesig („Unendliche Weiten“, wenn man sich mal an den Vorspann der Originalserie und der Next Gen erinnert). Aber die Horizon schafft es doch wirklich mit aller gebotenen Trotteligkeit, die Stelle zu erwischen, wo gerade das alljährliche Meeting der temporalen Anomalien stattfindet. Und die Horizon mitten rein. Kein Wunder, dass die Anomalien etwas Spaß haben wollen und das ganze Schiff mit Mann und Maus in das Jahr 1980 zurück schicken. Natürlich wie es sich für ein anständiges Sci-Fi gehört immer auf die Erde. Seltsam, dass es kaum Zeitreisen in die Vergangenheit anderer Planeten gibt, nicht wahr? Na egal. Wenigstens wird die Horizon gleich mal mit einem netten Feuerwerk empfangen... in Form einiger russischer Atomraketen. Prima, das wäre ja fast die Lösung aller unserer Probleme, mag sich der Unkundige da denken, aber der Kundige weiß natürlich das die Sternenflotte bekanntlich mehr Glück als Verstand hat und so können die Atomraketen unschädlich gemacht werden, genau wie zwei kurz darauf folgende russische MIGs. Aber wer glaubt, dass sich alles zum Guten wendet, der traut dem Glück von Smittys Pseudohelden doch ein bisschen viel zu. Denn heftig angeschlagen muss die Horizon schließlich in der Behringstraße notwassern. Da sieht man mal wieder, wo die Stümper sitzen: Unter anderem am Steuer. Erst wenige Stunden am Boden – Verzeihung: im Wasser – macht die Crew der Horizon bereits die nächste Entdeckung: Durch ihr unvermutetes Auftauchen und eine Kette von Missverständnissen bricht zwischen den Nato-Staaten und der Sowjetunion ein Weltkrieg aus. Saubere Leistung, Leute. Nicht gleich kleckern sonder so richtig klotzen. Gleich mal einen Weltkrieg auslösen. Wie auch immer: Es ist klar, dass die Horizon verschwinden muss. Nicht zuletzt, weil eine russische Flotte auf dem Weg zu ihnen ist. Also schickt man Teams raus, die nach einem Versteck suchen sollen. Und wie soll es auch anders sein, machen gleich zwei der drei ausgeschickten Teams den Verschwindibus und müssen erst einmal wieder gefunden werden. Während der Toaster Richards mit seiner Begleitung von den Russen aufgegriffen wird, mischt sich der andere Mann aus Stahl mit seiner Freundin unter die Neuseeländischen Schafe. Tarnung perfekt, nur das Rangabzeichen stört ein bisschen. Ein von der Horizon hinterhergeschicktes Suchteam verschwindet auch spurlos. Inzwischen verschwindet auch die Horizon von der Bildfläche. Das Versteck ist eine Höhle unter einem großen Felsen im Meer. Wahnsinn, Leute. Wollt ihr euch auf den Felsen legen, so dass jedes Flugzeug, das darüber fliegt, sich über das komische Objekt da wundert? Nein, zum glück nicht. Die Horizon wird in einer Höhle unter dem Felsen versteckt. Was das Schiff aber auch alles durchmachen muss! Erst wird es in die Vergangenheit geschleudert, dann notwassern um schließlich in eine enge dunkle Höhle gesperrt zu werden. Kein Wunder, dass die Horizon das nicht gerne mitmacht und sich für einen Selbstmord durch ertrinken entschließt, bei dem die gesamte Crew gleich mit runter geht. Aber leider wird das nichts, denn wie auch ein blindes Huhn auch ein Korn findet, gelingt es den Leuten der Besatzung doch tatsächlich, die Lecks zu stopfen. Schade... wieder eine Gelegenheit verpasst. Nach und nach gelingt es den einzelnen Außenteams, wieder zur Horizon zurück zu finden... und das, obwohl das Schiffchen ja mittlerweile den Aufenthaltsort gewechselt hat. Respect! Das nenne ich aber mal Glück. Als dann schließlich alle Teams wieder da sind, gibt es neue Probleme an Bord: Einmal wären da die schwindenden Deuteriumvorräte. Selbst schuld, Leute, wenn ihr vergesst Zeuch zum nachtanken mitzunehmen. Auf der anderen Seite sind auch noch die Replikatoren kaputt, so dass noch zwei Teams hinausgeschickt werden, um Medikamente und Nahrung zu holen. Mit einer effizienten Lagerung der benötigten Güter wäre so was nicht passiert. Aber man verlässt sich im 24. Jahrhundert lieber auf die Replikatoren. Während also die Mediziner samt Küken und Pferd sich nach San Diego begeben, beweisen die Sicherheitsleute mal wieder, dass sie immer mitten ins Chaos stürzen müssen. In diesem Fall sind sie genau dann vor Ort, wenn ein Mann versucht einen Wal-Mart zu überfallen. Man sieht, es gibt noch dümmere Leute als die Pseudohelden von der Base. Oder würden Sie am helllichten Tage zur Geschäftszeit einen vollbesetzten Wal-Mart überfallen? Nein? Dachte ich mir. Aber da die Leute des 20. Jahrhunderts anscheinend noch weniger drauf haben als müssen die Jungs aus der Zukunft improvisieren. Aber irgendwie schaffen es die Sicherheitler trotz seltsamer Blicke, Nachschub einzukaufen, ein weiteres Team trotz technischer Kluft irgendwo eine Deuteriumanlage bauen zu lassen und die Mediziner trotz Not-OP, Autoscooter in San Diego und Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Küken und Glastüren, doch noch ihre Medikamente bekommen. Und alle kommen wieder zur Horizon zurück. Naja, fast alle... Ein Team aus Wissenschaftler, Techniker und Softwarepirat dringt auf der Suche nach Antworten zur Zeitreise in einen Militärkomplex ein und... GENAU! SIE WERDEN ERWISCHT! Man hat es doch geahnt. In der Mission klappt doch gar nichts auf Anhieb. Nicht, dass das in den anderen Missionen anders gewesen wäre... Aber gut, wenigstens bekommt die Horizon alles mit und man startet eine Hilfsaktion, so dass bald wieder alle vereint sind. Und was bekomme ich dann mit? ZWEI TAGE? Die brauchen ganze zwei Tage, um die Horizon wieder zum fliegen zu bringen? Mein Lieblingsvergleichsobjekt Scotty hätte vier Stunden veranschlagt und das Schiff in einer Stunde soweit gehabt, dass es sogar wieder rückwärts fliegen kann. Aber schließlich und endlich finden auch blinde Hühner ihre Körner und schaffen es mehr oder weniger spektakulär wieder in ihre Zeit zurückzufliegen. Wahnsinn, Leute. Und jetzt die Szenen und Nebenstränge, die ich gesondert behandeln will: Äh, Briederchen, ich rede schauerlich, also bin ich Böse Leute, speziell Toaster und Alienhybrid: Ihr seid unter Wasser unterwegs gewesen. Eigentlich hättet ihr so tief abtauchen können, dass die Russen euch nicht entdecken. Und was macht Ihr? Anstatt bis zum Letzten den Russen auszuweichen, lasst ihr euch am Ende doch noch erwischen und fallt in die Arme des schauerlich sprechenden Russenkommodores. Und der kürzt eure Kopfzahl auch noch um einen Mann. Und was macht ihr? Ihr seht dabei und macht nichts! Na wenigstens könnt ihr euch auf die US-Navy verlassen, dass die euch heraushaut. Und dann hält sich Toasterchen auch noch für McGyver und bastelt ein Telefon um. Muss ich erwähnen, dass McGyver für gewöhnlich nicht so viel Technik benutzt? Mining Ja tolle Idee, Steele-Boy. Wir brauchen Dilithium, also schlägt das Aussenteam, welches eigentlich nach Verstecken suchen sollte, alle Befehle in den Wind und fliegt Australien an, um etwas Buddeln zu gehen und zwischendurch mal etwas Lagerfeuerromantik zu genießen. Allerdings scheint das dem Besitzer des Landes gar nicht zu passen und Steele darf Bekanntschaft mit den Waffen des 20. Jahrhunderts machen. Nur leider kommt das Team an einen derart miserablen Schützen, der einen Meter zu tief zielt und Steele eine Kugel ins Bein jagd. Da hat man schon einmal die Gelegenheit, einen von denen los zu werden und dann klappt es wieder nicht. WAS KÖNNT IHR EIGENTLICH? Zukunft trifft Antike Mal wieder so was von Standart, Leute. Ihr kommt aus der Zukunft, wo ihr modernste High-Tech mit wenigen Handgriffen bedienen könnt und seht euch nun mit veralteten Sachen, wie Autos, Operationssälen, Supercenters oder Schrotflinten konfrontiert. Leute, da greif ich mir ans Hirn, wenn ich mit ansehen muss, wie ihr zuerst wie die Ochsen am Berg vor dem ganzen Antiken Zeuch stehen. Leute, die Vergangenheit ist euch nicht ganz so fern, wie ihr glaubt. Ich bin sicher, auf der Erde gibt es auch im 24. Jahrhundert noch so was wie Supercenters in Form von Ferengi-Basaren. Es sollte also auch für euch relativ normal sein, auch wenn im täglichen Leben eines Otto Normalföderationsbürgers kein Geld mehr gibt. Und was das Ungeschick im Umgang mit einem Auto angeht: Leute, mir zum Beispiel ist immer noch das Prinzip einer Pferdekutsche oder sogar einer antiken Sänfte bekannt. Und zumindest letzteres traue ich mich auch zu, sowohl als Passagier als auch als „Pilot“ problemlos zu benutzen. Was zeigt uns das ganze Szenario also? Richtig, die Unfähigkeit der Sternenflotte. Paradox Sehr paradox auch die Sache mit der Änderung der Zeitlinie. Wie erklären das die Wissenschaftler? Durch den unfreiwilligen Zeitsprung wurde die Zeitlinie verändert, was zur Folge hat, dass es die Zeit, aus der die Horizon kommt nicht mehr gibt. Moment, Leute? Heisst es nicht dann auch, dass es die Horizon nicht gibt und sie gar nicht zurückreisen kann um dieses Chaos erst anzurichten? Natürlich, das ist mal wieder ein Zeitparadoxon! In wie vielen Sci-Fi-Zeitplots habe ich das schon gehört? Egal, ist doch immer wieder das selbe. Eine befriedigende Lösung wäre gewesen, dass die Horizon dann paradoxerweise einfach aufhört zu existieren. Dann wären mal zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und die Lösung des Problems ist natürlich auch mal wieder so was von Standard: man reist noch einmal zurück und verhindert, dass der erste Zeitsprung überhaupt passiert ist. Hmmm... habe ich schon einmal erwähnt, dass eine bessere logische Konsequenz ein Verschwinden der Horizon, anstatt eines Zeitsprungs zurück wäre? Ich glaub, ich krieg schon Déjà-vues. Fazit: Die Idee einer Zeitreise war relativ gut, aber einerseits gibt es solche Szenarien so viel wie Latinum in den Taschen eines erfolgreichen Ferengihändlers und andererseits ist die Hilflosigkeit der Leute aus der Zukunft angesichts der Vergangenheit gravierend. Aber wie es Wätsch so schön sagte: Jetzt blieb nicht mehr viel Zeit, um wenigstens eine kontrollierte Handlung hinzubekommen. Selbst schuld, Mr XO. Ich empfehle weniger Hafer. Note: 3 (Die Noten repräsentieren, wie schwer ich es habe, alle Missstände herauszuklopfen und werden von 1 bis 5 vergeben. Damit ist 5 aber eher eine Anzeige für eine wasserdichte Vorstellung, da ich dann wirklich Probleme hatte, etwas zu finden) |